History in German

Herzlich willkommen in der Kirche von St. Lorenz.

Laut Überlieferung existiert hier seit Anfang des 12. Jahrhunderts - vielleicht sogar früher – eine Kirche. Nach der Schlacht von Hastings (1066) ging Hawkhurst als Geschenk von Wilhelm dem Eroberer in den Besitz des Abtes von Wye (in der Nähe von Canterbury) über. Später fiel es dem Abt von Battle zu. Urkundlich erfasst wird die Kirche zum ersten Mal im Jahre 1285; als Pfarrer im Jahre 1291 wird Richard de Clyne genannt.

Chor und Nordkapelle sind die ältesten Teile der Kirche. Am Abschluss des groben Mauerwerkes der nördlichen Außenwand kann man noch heute den Verlauf des früheren niedrigen Daches verfolgen. Die erste Kirche endete wahrscheinlich gerade westlich des heutigen Chorbogens. Rechts vom Eingang der Nordkapelle findet man die Reste einer steinernen Wendeltreppe. Vermutlich war sie Bestandteil eines früheren Außenturmes am damaligen westlichen Ende der Kirche. Beachten Sie über der Wendeltreppe den Türbogen, der wahrscheinlich zu einem Gang auf den Lettner führte. Der Lettner trennte Chor von Kirchenschiff und wurde gegen 1574 entfernt.

Das große Ostfenster wurde um 1350 gebaut.

Sein feingliedriges Design macht es zu einem der bedeutendsten Stücke Architektur in Kent. Um 1450 wurden die größten Teile des jetzigen Gebäudes errichtet. Damals wurde das Schiff erhöht und verlängert, sowie Vorhalle und Turm

hinzugefügt, wodurch die Kirche ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt.

Das Altarblatt hinter dem Hochaltar stammt aus dem 16. Jahrhundert, wurde jedoch erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts eingesetzt.  Unbekannt ist jedoch der Ursprung der Täfelung. Form und Art lassen auf die Einfassung eines offenen Kamins schließen.

Der Südvorbau, mit seinem Dach aus gewölbtem Stein, ist der feinere der beiden Vorbauten. Der Raum über dem Nordvorbau wurde einst von den Beamten der Abtei von Battle benutzt, um dort die eingeforderten Pachtgelder entgegenzunehmen. Damals erhielt der Raum die Bezeichnung "Schatzhaus".

Am 13. August 1944 stürzte eine V1-Bombe in den Kirchhof und verursachte beträchtlichen Schaden. Bis zum Abschluss der Renovierung im Jahre 1957 konnte die Kirche nicht benutzt werden. Teile der V1-Bombe sind an der südlichen Ruckseite der Kirche zu sehen.

Das Taufbecken stammt ebenfalls aus dem Jahre 1450. Bemerkenswert das Gesicht des "Grünen Mannes", der zum Turm aufschaut. Der Deckel des Beckens wurde 1960 von Dykes Bower hergestellt. Das Holz stammt von einer Eiche aus dem Fowlers Park in unserer Gemeinde.

Der moderne Kreuzweg ist ein Geschenk an die Gemeinde. Es handelt sich dabei um eine Kopie des Kreuzweges aus dem Benediktinerkloster Maria Laach am Rhein.

Der 25m hohe Turm hat ein Geläut mit acht Glocken. Um während der Messe die Glocken zum richtigen Zeitpunkt läuten zu lassen, ist in der Wand der Glockenkammer ein kleines Fenster eingelassen, durch das die Zeremonie beobachtet werden kann. Heutzutage wird zu diesem Zweck eine verlängerte Klingelschnur in der Sakristei benutzt.

Das geschnitzte Relief des heiligen Abendmahles an der Nordwand stammt aus dem Jahre 1630 und wurde wahrscheinlich in Deutschland hergestellt.

Die moderne Madonna am hohen Chorbogen ist von der Künstlerin Mary Cox. An der Südwand befindet sich ein Denkmal zur Erinnerung an Sir John und Lady Herschel. Beide lebten lange Zeit in unserer Gemeinde. Lady Herschel ist auf dem Friedhof begraben. Sir John wurde in der Westminster Abbey im Jahre 1871 beigesetzt. Er war ein bekannter Astronom, Meister der Münzanstalt, Komponist, Dramaturg und auch ein früher Forscher auf dem Gebiet der Fotografie.

Die alten Fenstergläser wurden durch den Bombeneinschlag größtenteils zerstört, und mussten deswegen durch moderne Glaser ersetzt werden. Im Westfenster gibt es einige Bruchstücke des früheren Glases; zusammengetragen und restauriert nach dem Bombenangriff. Originales Glas wurde ebenfalls im Fenster der Marienkapelle eingesetzt.

Im Nordvorbau befindet sich ein Denkmal für Thomas Glover, ein früherer Pfarrer und Neffe des Bischofs Spratt, berühmt durch den Kinderreim "Jack Spratt could eat no fat".

Wir hoffen, Sie haben den Besuch genossen. Das Heilige Sakrament wird in der Marienkapelle aufbewahrt. Gehen Sie dorthin - genießen Sie für einige Augenblicke den Frieden und beten Sie für die Menschen in unserer Gemeinde und deren Arbeit für die Kirche.